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Japan Presse |
06.12.2001 |
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Aibo ist mehr als ein Spielzeug. Der
Roboter-Hund von Sony ist der optimale Gefährte für Menschen, die keine Zeit für lebende
Tiere haben. Und das richtige Geschenk für jemanden, der sonst alles hat. Pflegebedürftiges Tamagotchi Der Roboter-Hund muss wie ein Tamagotchi gepflegt werden. Durch Neugier und
Erfahrung lernt er seine Umgebung kennen und kann mit seinem Besitzer und anderen
Aibo-Modellen kommunizieren. Das Vokabular von Aibo umfasst 75 Worte. Der Hund
imitiert deren Klang mit elektronischen Tönen. So reagiert Aibo auf seinen Namen und
auf Befehle, die ihm beigebracht wurden - eines der Merkmale, das ihn von echten
Hunden unterscheidet. Auch der Bewegungsradius ist eingeschränkt. Nach eineinhalb
Stunden herumtollen ist Aibo ausgelaugt - die Batterien sind leer.
Richtig zum Leben erweckt wird Aibo ohnehin erst mit dem umfangreichen
Software-Paket, das separat erhältlich ist. Damit kann der Roboter zum Wachhund
umprogrammiert oder vom PC ferngesteuert werden. So lässt sich die Welt aus der
Hundeperspektive betrachten: Die laufenden Videoaufnahmen aus der Kopfkamera werden
drahtlos auf den PC übertragen. Steht Aibo auf der Ladestation, ersetzt er einen
Bewegungsmelder: Er macht Fotos, sobald er im Raum Bewegungen registriert.
Neben dem hohen Preis von rund 4000 DM ist auch die Haltung des Aibo nicht ganz
billig. Die Zusatzsoftware, ohne die der Roboter-Hund kaum über das Welpen-Stadium
hinauskommt, und auch die Hardware zur drahtlosen Fernsteuerung ist recht kostspielig.
Dafür bekommt der Beschenkte einen besten Freund, der zumindest über künstliche
Intelligenz verfügt. © 2001 Financial Times Deutschland ,
© Illustration: Aibo URL des Artikels: |
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