Japan Presse
| Menu |

15.01.2002

Dienstag, 15. Januar 2002     Berlin, 18:06 Uhr

DIE WELT



Roboterhunde mit eingebauter Kamera führen Blinde sicher über die Ampel

In Japan werden zur Zeit 20 Prototypen getestet

Osaka - Roboter-Blindenhunde könnten schon bald Sehbehinderten das Leben erleichtern. Japanische Ingenieure testen derzeit 20 Prototypen der elektronischen Führer am Yamanashi Universitätskrankenhaus in Tamahocho, berichtet die japanische Zeitung "The Daily Yomiuri" in ihrer Online-Ausgabe. Die Forscher wollen die künstlichen Blindenhunde in etwa drei Jahren auf den Markt bringen.

Die Roboterhunde können mit einer eingebauten Videokamera und Ultraschallsensoren Hindernisse, Zeichen und sogar Blindenschrift erkennen und ihren Besitzer darauf aufmerksam machen. Sie unterscheiden Ampelsignale und Verkehrssituationen, merken sich Wege und führen den Blinden, der sich an dem am Rücken angebrachten Griff festhalten kann, vorsichtig zum Ziel, erklären die Techniker um Hideo Mori.

Besitzer echter Blindenhunde stoßen häufig auf Probleme, etwa wenn Krankenhäuser oder Supermärkte aus hygienischen Gründen keine Tiere zulassen. Noch sind die elektronischen Hunde mit 34.000 Euro pro Stück sehr teuer. Bei einer Massenproduktion sollten sich die Kosten pro Exemplar auf etwa 8500 Euro beschränken, schätzen die Entwickler. ddp

 

| Menu |

Home | Kontakt | Impressum

© 2002 Grieger - Alle Rechte vorbehalten - Alle Angaben ohne Gewähr
Veröffentlichungen, auch auszugsweise nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung