Japan Presse
| Menu |

20.06.2002

Donnerstag, 20. Juni  2002     Berlin, 18:42 Uhr

DIE WELT

Packende WM-Vorrunde: Aibo-Hunde gegen Rad-Robos

In Japan hat parallel zur Weltmeisterschaft der Menschen der RoboCup 2002 begonnen. In einigen Jahrzehnten könnten Ball-Maschinen gegen Menschen antreten

Der Japaner Hiroaki Kitano präsentiert in Tokio einen Roboter, den er für die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft RoboCup 2002 entwickelt hat Foto: dpa

Tokio - Während die Fußballweltmeisterschaft in Südkorea und Japan ihrem Höhepunkt zustrebt, fangen die Fußballroboter jetzt erst an. In Fukuoka im Südwesten Japans begann am Mittwoch der RoboCup 2002. Bis Dienstag kommender Woche werden 193 Mannschaften aus 30 Ländern mit ihrem Spielgerät zu dieser sechsten Weltmeisterschaft für Roboter erwartet. Wie Organisator Yasunori Ryu sagte, gab es die ersten Spiele in der Klasse der Roboter auf Rädern und der Liga der Aibo-Hunde von Sony.

Ohne Hooligans und Abseitsregel spielen die Roboter Fußball. Ihre Chance, einmal die Menschen zu besiegen, liegt nach Ansicht der Forscher vor allem darin, dass sie darauf programmiert werden können, nie Fouls zu begehen. Die Regeln beim RoboCup ähneln denen normaler Fußballspiele: Es geht einfach darum, den Ball ins Tor zu schießen. Wenn die Roboter dabei zu aggressiv vorgehen, bekommen sie die gelbe Karte. Die selbstlernenden "Software-Agenten" erkennen in ihrer Computer-Umwelt die Umgebung, analysieren ihre Handlungsmöglichkeiten und führen die aussichtsreichsten Optionen auf dem Spielfeld eigenständig aus.

Doch Fußballstars wie der Brasilianer Ronaldo müssen sich noch keine Sorgen machen. Erst im Jahr 2050 sollen fußballspielende Roboter technisch so weit sein, dass sie gegen Gegner aus Fleisch und Blut antreten könnten. "Wenn ich jedoch Ronaldos Bewegungen sehe, dann erscheint mir unser Ziel ziemlich hoffnungslos", räumt Minoru Asada, Roboterspezialist der Universität von Osaka, ein. Doch die Herausforderung sei das Wichtigste beim RoboCup.

Für Wissenschaftler aus aller Welt ist der Wettbewerb eine gute Gelegenheit zum Gedankenaustausch. Mit dem Wettbewerb sollen das Interesse an Technik geweckt, aber auch neue Techniken erprobt werden, die künftig bei Robotern zum Einsatz kommen könnten. AP

 

| Menu |

Home | Kontakt | Impressum

© 2002 Grieger - Alle Rechte vorbehalten - Alle Angaben ohne Gewähr
Veröffentlichungen, auch auszugsweise nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung