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Humanoid mit Hüftschwung: "Asimo" ist eine Weiterentwicklung
aus Hondas legendärem Prototypen "P3" |
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Welch ein Szenario: Dieser Robot versteht
Gesten, erkennt Gesichter, begrüßt freundlich Gäste, holt ihnen den
Wetterbericht aus dem Internet und läuft ihnen hinterher. Je nach
Stimmungslage mag das erheiternd bis nervtötend sein, doch zum Glück
versteht der neue "Asimo" auch, wenn man ihm energisch den Weg zur Tür
weist.
Das klingt albern, ist aber ein echter
Fortschritt: "Asimo" ist damit einer der ersten Roboter, der auch
körpersprachliche Signale versteht. Der neue "Asimo", sagt Honda,
erkenne sogar Gesichter und spreche die ihm bekannten Menschen beim
Namen an. Für den japanischen Konzern ist dies weit mehr als eine
Spielerei. Honda verfolgt ganz ernsthaft das Ziel, Roboter zu
entwickeln, die dem Menschen in ihrem täglichen Leben zur Hand gehen
sollen.
"Asimo" ist in seiner zweiten Generation eine weitere
Annäherung an dieses Ziel. Der Robot versteht rund 50 sprachliche
Befehle, die er dann autonom, das heißt ungesteuert, ausführt. Dazu
kommt nun ein körpersprachliches "Vokabular", das die Kommunikation
zwischen Mensch und Maschine weiter vereinfachen soll. Komplexere
Aufgaben vollführt "Asimo" wie ein Fernlenkauto: Wer seine Gäste
wirklich beeindrucken will, schickt "Asimo" nach wie vor in einigem
Abstand einen Steuermann hinterher.
Womit sich andeutet, wofür "Asimo" heute
schon gut ist: Die Roboter sind noch weit davon entfernt, als
Haushaltshilfe zum Einsatz zu kommen. Honda will seine neue
Roboter-Schöpfung ab Januar an öffentliche Einrichtungen und
Unternehmen vermieten. Damit dürfte "Asimo" zunächst im harten PR- und
Messe-Einsatz für Stimmung sorgen - und dabei ganz nebenbei kräftig
Werbung machen für Hondas Roboter-Entwicklungsprogramm. Ganz offiziell
wird der neue "Asimo" der Weltöffentlichkeit am Mittwoch nächster
Woche vorgestellt.
© SPIEGEL ONLINE 2002
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